Archive for May, 2012

May 23rd, 2012

hantavirus – epidemic playground

spiegel online berichtet über die zu erwartende zunahme von infektionen mit dem hantavirus in deutschland. die krankheit ist vergleichsweise harmlos, aber natürlich trotzdem nicht zu unterschätzen. und genau deshalb lässt sich hier wieder der widersprüchliche umgang mit der warnung vor infektionen, epidemien, pandemien usw. schön ablesen. im sinne von: wir wissen nicht, was passiert, aber es könnte gefährlich sein.

Hantavirus breitet sich über Rötelmaus in Deutschland aus – SPIEGEL ONLINE

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May 8th, 2012

drm – von anfang an nicht für meine bücher

Telepolis bringt als Nachricht mit einigen weiteren Links, dass der us-amerikanische Science-Fiction-Verlag Tor seine Ebooks in Zukunft ohne Digital Rights Management (DRM) anbietet. Das ist toll, unter anderem für mich als Leserin. Auf meinem E-Reader läuft weder die Kindle-App noch Adobe Digital Editions noch sonst eine proprietäre Software. Ich kann also nur DRM-freie Sachen dort lesen. Dank der guten Arbeit einiger Programmierer funktioniert das auch. Ich kaufe dich Bücher in einem Online-Store, entferne die DRM-Sperre und kann dann das Buch, das ich ja immerhin gekauft habe, auf einem Gerät meiner Wahl lesen. Damit verstoße ich wahrscheinlich gegen diverse Geschäftsbedingungen, aber moralisch fühle ich mich sehr im Recht. Ein Papierbuch lese ich schließlich auch, wo ich das möchte. Meine Lieblingsbücher habe ich sogar gescannt, um sie auf dem E-Reader immer dabei zu haben!

Aber eben weil DRM zu einer Kriminalisierung von eigentlich selbstverständlichem Leseverhalten führt, kommen meine Bücher schon immer ohne diese Schranke. Also: kopiert die Daten auf alle eure Geräte und lest, was das Zeug hält!

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May 2nd, 2012

is it coming?

es war eine heiße diskussion vor einigen monaten, als es darum ging, ob die ergebnisse der studie bzw. der experimente, die eine künstliche veränderung des agressiven h5n1-virus erreicht hatte, sodass das virus sich von frettchen zu frettchen durch die luft übertrug, veröffentlicht werden oder nicht. die who schaltete sich ein, die amerikanische regierung, und die forscher verpflichteten sich auf ein zweimonatiges moratorium. das ist jetzt vorbei und nature hat den artikel von einer der beiden forschergruppen publiziert, die gleichzeitig an der sache arbeiteten und auf verschiedenen wegen zum ziel kamen.
die überlegung, die ergebnisse nicht zu veröffentlichen, war von der sorge getragen, terroristen könnten sich mit diesem bauplan – in der studie sind die mutationen, die nötig sind, damit das virus die als gefährlich eingestufte form erreicht, bezeichnet – ein killervirus bauen, das, wenn die mortalitätsrate so bliebe wie bisher, einen großen teil der menschheit dahinraffen könnte. schließlich überwogen aber wohl die argumente für eine veröffentlichung. mit dem wissen um die mutationen könne die weltweite veränderung der virusstämme besser kontrolliert und rechtzeitig maßnahmen ergriffen werden, sollte das virus auch in freier wildbahn die experimentell durchgeführten mutationen durchlaufen.

editorial in nature mit verweisen zum artikel.

artikel bei spiegel-online